Vorfertigung & Vorkonfektionierung

Vorfertigung & Vorkonfektionierung

Schnell, wirtschaftlich und im gesetzten Kostenrahmen….

Bei heutigen Bauvorhaben kommt dem reibungslosen und schnellen Einsatz, sowie dem Zusammenspiel von unterschiedlichsten Bauteilen und Baustoffen eine immer größer werdende Bedeutung zu.

Nicht selten spielt die vorgegebene Bauzeit eine so entscheidende Rolle, dass konventionelle Bauweisen ( Ortbeton, etc. ) von Beginn an ausscheiden. Stattdessen wird auf standardisierte, vorkonfektionierte und vorgefertigte Bauteile zurückgegriffen.

Vorfertigung ist im Bauwesen zunächst nichts Neues. Vorgefertigte Konstruktionen aus Holz, Fertigteile aus Beton oder Stahl sind nur wenige Beispiele. Als monoton galten vorgefertigte Bauteile früher, dies hat sich allerdings durch die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und der Weiterentwicklungen in der Vorfertigung sehr geändert.

Begriff Vorfertigung

Unter Vorfertigung wird die Produktion von Elementen in einem Werk mit modernen Maschinen verstanden. Diese arbeiten mit hoher Präzision. Der bedarfsgerechte Materialeinsatz unterstützt eine effiziente Bauweise. Eine regelmäßige Qualitätskontrolle begünstigt die hohen Qualitätsstandards. Eine Kombination von unterschiedlichen Materialien wie Holz, Stahl, Beton als hybride Systeme ist außerdem denkbar. Vorfertigung ist bei jeder Bauaufgabe denkbar – egal ob es sich dabei um Neubau, Bauen im Bestand oder um eine Sanierung handelt. Diese zeichnen sich aus durch:

  • kurze Bauzeiten
  • hoher Vorfertigungsgrad
  • hohe Qualitätsstandards

Durch die effiziente Vorproduktion der Bauelemente im Werk lassen sich die Montagezeiten auf der Baustelle auf ein Minimum reduzieren.

Die Vorfertigung eignet sich sowohl für die Herstellung von Außen- und Innenwänden (im Holz-, Mauerwerks- oder Betonbau), wie auch für Deckenelemente. Es sind auch Halb- oder Vollfertigteile denkbar, die vor Ort montiert und dann ggf. ausbetoniert oder weiterverarbeitet werden. Es können auch Verbund- oder Hybridbauteile wie zum Beispiel Holz-Beton- oder Stahl-Beton-Verbunddecken Ihre Anwendung finden. Neben Fensterelementen, oder vorgefertigten Stahlkonstruktionen können sogar technische Installationen in das jeweilige Bauteil integriert werden.

Hybridkonstruktionen zeichnen sich durch einen intelligenten Verbund von zwei oder mehr Materialien aus, da die unterschiedlichen eingesetzten Werkstoffeigenschaften kombiniert werden. Hieraus können sich Vorteile in der Tragfähigkeit, in der Reduzierung des Eigengewichtes oder dem Brandschutz ergeben. Eine moderne Produktionstechnologie unter optimalen Bedingungen dient hier als Grundlage für den Einsatz dieser modernen “kombinierten” Baustoffe.

Ausblick

Aktuell findet der 3D-Druck auch im Bauwesen seine anfängliche Anwendung. Werden schon im Flugzeug- und Apparatebau vorgefertigte, gedruckte Einzelteile eingesetzt, entstehen auch die ersten Ideen zur Vorproduktion von Bauteilen im Bauwesen.

Es ist spannend zu sehen wie sich gerade im Bauwesen, angetrieben durch die Digitalisierung, Produktionsabläufe ändern und sich neue Verarbeitungs- und Herstellungsmethoden entwickeln. Dies wird in naher Zukunft zu immer höheren und komplexeren Vorfertigungsgraden führen, denn gerade durch das kürzlich eingeführte Building Information Modelling (BIM) können Planer schon sehr früh alle erforderlichen Informationen und Details zusammentragen, um einen sehr hohen Vorfertigungsgrad zu ermöglichen und realisieren zu können.